Siedlungsentwicklung nicht berücksichtigt

Umfahrungsstraßen, die einen Kapazitätsengpass aufheben, führen zu Verkehrszunahmen. Berücksichtigt werden muss dabei auch die Auswirkungen auf die Siedlungsentwicklung. Das wurde unterlassen.

Im Bericht zum Verkehrsmodell steht auf Seite 42: "Diese Berechnung des induzierten Verkehrs berücksichtigt nur den kurzfristigen induzierten Verkehr durch die Infrastrukturmaßnahme selbst. Mittel- und langfristige Effekte, wie Änderung der Attraktivität von Regionen als Wirtschafts- oder Wohnstandort, bleiben dabei unberücksichtigt."

Walgau gewinnt als Wohnort an Attraktivität

Der Stadttunnel Feldkirch wird die Verbindung Walgau-Liechtenstein deutlich verbessern. Es ist davon auszugehen, dass die in den letzten Jahren festgestellte Verschiebung der Pendelnden vom Walgau ins Rheintal sich wieder umkehrt. Aufgrund der staufreien Verbindung ins Walgau ist es wahrscheinlich, dass das Walgau für Berufstätige, die in Liechtenstein eine Arbeit aber keine Aufenthaltsbewilligung erhalten, deutlich an Attraktivität gewinnt. Insbesondere auch unter dem Aspekt, dass die Fahrt vom Rheintal über die Schweizer Autobahn an Attraktivität verliert, weil die Rheinbrücken schon in fünf Jahren an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und die Schweiz angekündigt hat, dass sie die Kapazitäten nicht erhöhen werde.