Die Zukunft ohne Stadttunnel?

Vorarlberg muss in der UVE darstellen, welche Vorteile und Nachteile es hat, wenn das Projekt "Stadttunnel Feldkirch" nicht gebaut wird.

Der Vergleich muss auf einem realistischen Szenario basieren. Aktuell rechnet das Verkehrsmodell ohne Kapazitätsgrenze und kommt deshalb zu Verkehrsmengen, die es real so auf der Bärenkreuzung überhaupt nicht geben kann. Das wirkt sich in der UVP massiv aus, weil es die Verkehrszunahmen bagatellisiert. Der Unterschied aus, ob sich die Anzahl Fahrzeuge von 11´000 pro Tag auf 13´000 oder 17´000 erhöht, entscheidet darüber, ob bei den Umweltauswirkungen Luft und Lärm die Grenzwerte überschritten werden oder nicht. Das entscheidet wiederum darüber, ob Lärmschutzmaßnahmen finanziert werden müssen oder ob Entschädigungen für die Wertminderung der Liegenschaften auszugleichen sind.

Die Bürgerinitiative beantragt deshalb, das ohne Stadttunnel real mögliche Verkehrsaufkommen zu berechnen und das Verkehrsaufkommen mit Stadttunnel mit dem realen Szenario zu berechnen. Erst dann wird deutlich, wie massiv der Verkehr wegen des Stadttunnels sein wird.

Beweise, dass die Nullprognose unrealistisch ist:

Im Agglomerationsprogramm Werdenberg-Liechtenstein steht zum Beispiel, dass der Verkehr auf der Feldkircherstraße zunehmen werde. Das Aufkommen dort würde "während der Spitzenstunde theoretisch um 900 Fahrzeuge pro Stunde anwachsen, was angesichts der bestehenden Belastung nicht möglich ist." (Schlussbericht, Seite 85)