Alternativenprüfung

In einem UVP-Verfahren muss nachgewiesen werden, dass auch andere Lösungen geprüft wurden. Das UVP-Gesetz spricht von "Standort- oder Trassenvarianten".

Bei der sogenannten Alternativenprüfung sind aber auch die Voraussetzungen der Alpenkonvention zu beachten. Laut Verkehrsprotokoll dürfen neue Straßen wie der Stadttunnel nur gebaut werden, wenn "die Bedürfnisse nach Transportkapazitäten nicht durch eine bessere Auslastung bestehender Straßen- und Bahnkapazitäten, durch den Aus- oder Neubau von Bahn- und Schiffsinfrastrukturen und die Verbesserung des Kombinierten Verkehrs sowie durch weitere verkehrsorganisatorische Maßnahmen erfüllt werden können".

Vorarlberg hat folgende Varianten geprüft:

  • Nullvariante (was geschieht, wenn nichts gemacht wird)
  • 15 Straßenbauvarianten (andere Linienführungen)
  • 2 Null-Plus-Varianten (Ausbau S-Bahn oder Straßenbahn ohne Straßenneubau)

Was fehlt?

Bewusst verzichtet hat die Landesregierung Vorarlberg auf die Prüfung sogenannter Kombinationsvarianten, also der Möglichkeit, Bahn- und Straßenausbauten miteinander zu kombinieren. Aber auch über andere Lösungen wurden überhaupt nicht nachgedacht.

Zum Beispiel darüber, wie der Güterverkehr, der sowohl durch Feldkirch als auch durch Liechtenstein durchfährt, auf eine andere Route oder gar auf die Bahn gebraucht werden könnte.

Auch eine Verlagerung des Speditionsunternehmens aus dem Zentrum Feldkirchs an einen Standort außerhalb des Siedlungsbereiches wurde nicht geprüft. Es ist aus Sicht der Bürgerinitiative unsinnig, den LKW-Güterverkehr mitten durch eine Stadt zu führen und ihn praktisch unmittelbar beim Stadtzentrum auf die Bahn zu verladen.