Die "kleine" Variante links kostet etwa einen Viertel weniger und bewirkt eine um etwa einen Drittel kleinere Verkehrszunahme als das Monsterprojekt "Tunnelspinne" rechts (Grafik: Andrea Matt)

Alternativenprüfung

Bisher haben österreichische Gerichte der Alternativenprüfung in einem UVP-Verfahren keinen zentralen Stellenwert eingeräumt, vor allem aber keine Entscheidungsrelevanz. Aus Sicht der Bürgerinitiativen wurde die Alternativenprüfung, vom Land Vorarlberg "konsensorientiertes Planungsverfahren" genannt, jedoch nicht korrekt durchgeführt, weil man bewusst auf die Prüfung eines kleinen Straßentunnelbaus kombiniert mit einem Bahnausbau verzichtet hat. Eine solche Lösung hätte weit weniger Umweltauswirkungen, da bei dieser Variante die Verkehrszunahme deutlich kleiner ist und sie ohne Abgaskamin auf dem Stadtschrofen auskommt.

Das werden wir einwenden. Denn in den Fällen, in denen es zu einer Enteignung kommen könnte, erhält die Alternativenprüfung eine besondere Stellung. Speziell dann, wenn durch die Wahl einer Alternative ein annähernd gleiches Ergebnis bei insgesamt wesentlich weniger schwerwiegenden Umweltauswirkungen erzielt werden kann.

Wir werden auch einwenden, dass das vorgelagerte SUP-Verfahren mit der Alternativenprüfung nicht rechtskonform, sondern als reine Alibi-Übung durchgeführt wurde.